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Erfahrung
Ökonomische Gesichtspunkte des Testens
Erfahrung:18186
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Beschreibung der Erfahrung
Ein Informationsdienste-Manager hat Testen einmal folgendermaßen beschrieben: "Zu wenig Test ist ein Verbrechen - zu viel Test ist eine Sünde".

Zu wenig Tests zeigen sich direkt in Systemdefekten in der Produktionsumgebung. Zu viele Tests bergen die Gefahr in sich, wertvolle Ressourcen beim Testen von Computersystemen zu verschwenden, die keine oder nur so wenig Defekte aufweisen, dass die Testkosten den Nutzen bei Weitem übersteigen.

Die mit dem Testen verbundenen Probleme haben meist folgende Ursachen:

  • Fehler bei der Definition der Testziele
  • Tests in der falschen Phase des Lebeuszyklus
  • Verwendung ineffektiver Testtechniken
Kurvendiagramm der Testkosten
Abbildung: Kurvendiagramm der Testkosten

Die Kosteneffektivität des Testens ist in der Abbildung dargestellt: Mit steigenden Testkosten sinkt die Anzahl nicht entdeckter Defekte. Links in der Abbildung ist ein Fall mit einem Zuwenig an Tests dargestellt, in der die Testkosten geringer sind, als die unentdeckten Defekte (und damit der durch den Schaden verursachte finanzielle Verlust). An einem bestimmten Punkt kreuzen sich die beiden Linien und ein Zuviel an Tests beginnt. In diesem Fall übersteigen die Testkosten den Schaden, der durch unentdeckte Defekte entsteht. Kosteneffektivität bedeutet, Tests bis zu dem Punkt durchzuführen, an dem die Kosten den Nutzen durch die Verhinderung von Schäden, die aus unentdeckten Defekten resultieren, übersteigen.

Wenige Firmen verfügen über einen Maßstab zur Bewertung der Effektivität des Testen. Dies erschwert den Systemanalysten und -programmierern das Feststellen der Kosteneffektivität von Testprozessen. Ohne Teststandards kann die Effektivität verwendeter Prozesse nicht detailliert evaluiert werden.

Die Verwendung einer standardisierten Testmethode bietet die Möglichkeit, Beziehungen zwischen Ursache und Wirkung zu ermitteln. Oder anders ausgedrückt, der Effekt einer Änderung in der Methode kann ausgewertet werden, um zu ermitteln, ob sich dieser in einer kleineren oder größeren Anzahl an Defekten auswirkt. Die Feststellung dieser Beziehung stellt einen wichtigen Schritt bei der Verbesserung des Testprozesses dar.


Die Erfahrungen stammen aus dem Buch: Software Testen
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